Am Dienstag stand die volle Beltane-„Super“mondin am Himmel. Größer und mächtiger als sonst und transformativ bis in die Zellen hinein. Und sie wirkt noch immer.

Worum sonst könnte es gerade gehen, wenn nicht um das Beleuchten, das Annehmen und die Transformation, die Verwandlung unserer Schattenanteile in die andere Seite der Medaille?

…was wir im Außen sehen, hat mit uns zu tun…

Die Masken und der Abstand – das Verstecken der wirklichen Gefühle und Haltungen und das Unnahbar-Spiel von Distanz, um nichts Großes und Echtes an uns heranzulassen, damit weder vor anderen noch vor uns selbst auffliegt, dass da unerfüllte Sehnsüchte sind, Traurigkeit, Verlustängste, Sehnsucht nach Nähe, Liebe, Verbindung…

So viel leichter zu behaupten: ich brauche keinen, ich komm allein am besten klar, ich bin ganz zufrieden wie es ist, Hauptsache gesund.

Die Abgabe (Hingabe ist nochmal was anderes) der eigenen Verantwortung und Intuition an ein Medizinsystem, das nicht ganzheitlich, sondern gespalten funktion-iert, damit wir funktionieren, so dass wir uns selbst nicht mehr spüren müssen und können und alles den ExpertInnen überlassen, was uns selbst betrifft. Spritzen, Tabletten, Testungen…

Das ist nicht im letzten Jahr entstanden, das war alles schon vorbereitet in uns – mit unserem Vergessen, wozu wir selbst eigentlich fähig sind, mit unserem Vergessen, welche Schöpferinnen wir sind, mit unserem Vergessen und Ignorieren unserer Stärke, unseres Lichts, unseres Muts und unserer Möglichkeiten.

Beltane, in Ansätzen noch bekannt durch den Tanz in den Mai und dem Setzen der Maibäume vor die Tür der Angebeteten, katapultiert uns von der dunklen Jahreshälfte in die helle. Zeigt die andere Seite der Medaille: das, was auf dem dunklen Nährboden wachsen kann. Wir sind nicht nur die dunkle Seite! Wir sind immer Beides.

Ich liebe Dunkelheit, weil sie weiblich ist und nährend und stärkend. Gleichzeitig jedoch gibt es da ein Dunkel, das finster ist und traurig und eine Ecke, in die schon viel zu lange kein Sonnenstrahl mehr vorgedrungen ist, so dass selbst die Dunkelheit liebenden Wurzeln langsam vergessen, wofür sie da sind, wohin sie eigentlich wachsen wollen, dass sie Fundament für die lichtvolle Blume sein wollten…

Es ist Zeit, aus der Erde hervorzubrechen. Es ist Zeit, sich dem Licht zuzuwenden. Zu wachsen. Die Knospe zu öffnen und die Blüte zu entfalten.

Es ist Zeit.

Beltane ist ein Anlass, noch mehr von den alten Schattenteilen, dem Dunklen anzusehen und umzudrehen. Das Meiste in der alten patriarchalen Welt ist verdreht. Zeit, die andere Seite zu beleuchten und aus den verschiedenen Anteilen ein großes Ganzes zu machen, das dem Leben dient.

Und vor allem ein Anlass, die Sonne wieder einzuladen. Die Freude. Das Licht. Das Tanzen. Das Blühen. Das Lachen. Die Nähe und Verbundenheit. Den Mut, der wächst, wenn ich mich dem Licht zuwende, mich auftanke mit sonnigen Gedanken, Worten, Erfahrungen, und der immer mehr zum Blühen kommt.

Ja, es ist wichtig zu wissen, dass zu unserem Fundament, auf dem wir jetzt wachsen können, die Wurzeln in der Dunkelheit gehören. Und dass unsere Geschichte zyklisch immer wieder auch aus der Finsternis erwachsen ist. Doch was wäre das für ein natürlicher Zyklus, wenn es immer nur Winter bliebe, die Samen nichts anderes täten als in der Erde zu bleiben?

Zeit. Es ist Zeit. Und jede von uns wird mit der Frühlingssonne spüren, auf welche Weise sie wachsen und hervorbrechen möchte. Mit Worten. Mit Taten. Mit Gedanken. Mit Entscheidungen. Mit Haltung.

Ich freue mich auf die lichte Jahreszeit und ich wünsche jeder von uns viel Kraft und Freude beim Immer-mehr-in-sich-hinein-aus-sich-heraus-Wachsen. Dünger gibt es bei mir;-).

Happy Beltane uns allen! Die Birke steht übrigens u.a. für Neubeginn. Für Liebe, Lebendigkeit und Widerstandskraft. Du weißt schon – alles wofür jetzt die Zeit ist…

AHE!

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.