Seit ein paar Monaten lade ich zum monatlichen ROTEN ZELT – zum Raum für Weiblichkeit und Schwesternschaft ein.

Woher kommt das?

Zum allerersten Mal habe ich bereits vor Jahren ein ROTES ZELT kennengelernt, und zwar in einem schamanischen Camp, wo wir Mondhüttenrituale mit Waldübernachtung u.ä. für die jungen Mädchen ermöglicht haben, die erst seit Kurzem die Menarche (die erste Blutung) erlebt haben.

ROTE ZELTE sind aus anderen Kulturen bekannt, die einen monatlichen „heiligen Raum“ geschaffen haben, in dem sich die Mädchen und Frauen während ihrer gemeinsamen Blutung ihrer Weiblichkeit widmen konnten: sich gegenseitig nährend, Geschichten teilend, Visionen für die ganze Gemeinschaft erträumen, die später von dieser umgesetzt wurden, weil bekannt war, dass Frauen in der Zeit des Blut-Mysteriums immer schon angebundener sind an die Magie und die tiefsten Wahrheiten und Weisheiten des Lebens als Männer oder zu anderen Zeiten des Zyklus.

Inzwischen gibt es sogar eine „Red Tent-Bewegung“ überall auf der Welt mit der Absicht, jedes Dorf, jeder Ort auf der Erde möge ein Rotes Zelt für Frauen bieten – als Rückzugsort und gemeinsame Verbindung. Und das muss nicht nur zur Zeit des Mondbluts stattfinden, sondern jederzeit. In meinem ROTEN ZELT sind übrigens sowohl die „rote“ (die noch blutende) als auch die „schwarze“ Frau (nach den Wandeljahren) willkommen. Denn die schwarze Frau ist nun permanent mit der größten Macht ihrer Magie in Verbindung und muss gar nicht mehr auf die monatliche Blutung „warten“😉.

Wozu dient das?

In meinem ROTEN ZELT stellen wir regelmäßig fest, wie verbunden wir Frauen doch sind – und knüpfen ein Spinnennetz, das nährt und uns fern von Konkurrenz oder Neid in einen heilsamen Raum aus Bestärkung, Wahrhaftigkeit und Anerkennung führt.

In einem ROTEN ZELT war z.B. die Amazonenkraft präsent und wir haben geschrien, getrommelt, getönt und getanzt und waren in Kontakt mit unserer mutig-kühnen Frauenpower…

In einem anderen ROTEN ZELT hingegen war die Energie der Selbstliebe im Raum und die Sehnsucht, sich selbst nähren, lieben und wertschätzen zu können. Hier haben wir uns ganz sanft in eine Meditation und in unsere Körperin hineinfließen lassen und zärtliche Berührungen für unsere eigenen Hände gefunden…

In den SPRECHKREISEN können wir ganz darauf vertrauen, dass wenn die anderen sprechen, sie gleichzeitig einen Aspekt ausdrücken, der auch in uns selbst irgendwo spürbar und vorhanden ist.

Außerdem dürfen Tabus mal angetippt, mal transformiert werden, und Themen wie Mondblut oder Verhütung haben genauso ihren Platz wie das Matriarchat oder die Scham.

Ich bin dankbar für die wundervollen Frauen in diesem heiligen Raum und freue mich jedesmal aufs Neue über die Vielfalt, Fülle und pure Weiblichkeit in so vielen Facetten!

Mögen wir die Welt kreisförmig verändern. AHE!

Christina

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