Schamaninnen? Hexen?

Seit Jahren bin ich auf einem schamanischen Weg, der undogmatisch tanzt wie ,,RegenbogenkriegerInnen“, die sich nicht streng einer einzigen Tradition verpflichtet sehen (siehe auch www.kriegerschule.de) und der gleichzeitig insbesondere vom nord- und südamerikanischen Schamanismus geprägt ist.

Irgendwann kam der Weg der freifliegenden Hexe dazu – ,,freifliegend“ bedeutet einfach, dass ich keinem Hexenzirkel angehöre, sondern allein und unabhängig wirke – , und ,,der Hexenweg“ meint für mich, eben auch die alten Pfade und das alte Wissen aus unserem europäischen ehemaligen Kulturkreis wieder zu erinnern und einzuweben in meinen Teppich des Lebens, der Weisheit, der Möglichkeiten, der Freiheit. Ich nutze, was funktioniert und dem höchsten Wohl des Großen Ganzen dient und das meint immer die Liebe.

Es sind also nicht zwei verschiedene Wege – die Schamaninnen in dieser Ecke der Welt waren die Priesterinnen, die Hexen oder auch ,,Hägsen“, die auf beiden Seiten des Hags (germ. Hag= Umzäunung, Hecke; übr. im Engl. hag = Hexe) zu Hause waren und als Zaunreiterinnen zwischen dies- und jenseitigen Welten wechseln konnten.

Den Schamaninnen/Hexen ist bewusst, dass alles belebt ist – Stein, Pflanze, Tier, Orte, Ritualgegenstände usw. – und beide beziehen ihr Wissen aus der Natur und dem Kontakt mit der unsichtbaren Welt. Das, was als Krafttierbegleiter aus z.B. indianisch-schamanischen Trommelreisen oder Schwitzhüttenritualen bekannt ist, kennen natürlich die Hexen ebenso – und nicht nur Katzen, Kröten und Raben können Hexengefährten in der unteren, mittleren oder oberen Welt sein.

«Ich mache keine komplizierte Wissenschaft daraus: ich lege auf dem weiblichen Weg den Schwerpunkt eher auf Gefühl und Intuition und lasse Verstand und Intellekt im Hintergrund mitarbeiten.«

Und so nutze ich, was sich jeweils für mich stimmig und passend anfühlt – und das können die Tarotkarten ebenso wie Trommeltrancen oder für mich bewährte oder ganz neu geträumte Rituale sein.