Löwinnenzeit

Es ist Löwinnenzeit.

Eigentlich immer, denn wir sind ja im Inneren immer AUCH Löwin, Königin. Aber das ist nicht immer spürbar und auch nicht immer Priorität.

Doch jetzt gerade sind wir mitten im sonnigen Zeichen des Löwen/der Löwin (normalerweise ist der August auch der sonnenwärmste Monat des ganzen Jahres), und dann öffnet sich nun auch noch das sogenannte Löwenportal für ein paar Tage ab der dunklen Mondin morgen und wir können hindurchschreiten.

Wenn du dich mit der Löwin in dir verbindest, kannst du es spüren – die Würde, den Thron, das Erhabene, das absolute Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die eigene Kraft. Das Bewusstsein über dich selbst. Und dann gibt es keine Fragen mehr, sondern immer nur die aktuelle Antwort deines tiefen Instinkts, was zu tun ist, was zu lassen.

Eine Löwin kennt ihren Weg instinktiv. Ohne große Pläne. Ohne den Kopf zu sehr zu bemühen. Sie ist ohnehin klüger als der Verstand. Weil sie mit ihrem Herzen und ihrer klaren Intuition verbunden ist.

Und sie folgt dabei außerdem ihrer Lust nach wohligem Genießen. Es gibt Zeit zu jagen, Zeit zu ruhen.

Und es ist sicher kein Zufall, dass ich genau in dieser Zeit gerade das Geschenk habe, während des Urlaubs einer Freundin für 2 Wochen für ihren Kater zu sorgen.
Dieser Kater ist ein wahrer Löwe und inspiriert meine innere Löwin.

Kuschelweich und genießerisch streckt er sich aus, voller Vertrauen und absoluter Hingabe. Nicht nur weil er weiß, dass ich ihm wohlgesonnen bin und jede Gelegenheit mit Freude wahrnehme, ihn zu kraulen.
Auch weil er tiefstes Vertrauen in seine EIGENE Kraft und seinen Instinkt hat.

So hingebungsvoll er da liegt, so schnell könnte er auch umschalten in Flucht oder Angriff. Seine Augen geschlossen. Doch andere Sinne sind immer wachsam, weil er vollständig verbunden ist mit allem-was-ist.

Jaaa, genau so dürfen wir auch lernen zu sein…

Je mehr wir die Verbindung zum Herzen stärken (Herzöffnung ist übrigens so easy mit einer Katze auf dem Arm;-)), je mehr wir Schritte tun, die natürlich sind und nicht künstlich, je klarer wir unsere eigene Macht und Stärke erkennen, anerkennen und annehmen, umso mehr können wir auch die anderen in ihre Kraft gehen lassen.

Je un-abhängiger wir von anderen sind, umso besser können wir uns anderen auch wieder in Freiheit zuwenden und uns in Liebe mit ihnen verbinden. Je weniger ich mich selbst verbiege und beeinflussen oder gar manipulieren lasse von anderen, je weniger ich selbst missionieren will, um mich bestätigt zu fühlen und nicht allein, umso besser kann ich die anderen so sein lassen wie SIE sind.

Eine Löwin diskutiert nicht ständig wild. Eine Löwin schweigt auch mal würdevoll. Sie weiß ja. Sie kennt ihren eigenen Weg – und lässt den anderen den ihren. Und der eigene Weg ist immer aufrecht. Und sehr individuell. Eine Königin marschiert nicht unbedingt auf ausgetretenen Pfaden.

Es gibt immer mehr Frauen, die ihre innere Löwin nicht mehr zum reinen Schmusekätzchen degradieren wollen, sondern dem inneren Brüllen Raum schaffen mögen. Die sich ausstrecken wollen und nicht mehr kleinmachen. Die aus dem Zoo ausbrechen und ihre eigene Wildnis finden.

Es gibt diesen wilden, natürlichen, echten Raum, der den Instinkt fördert und schärft. In dem sich Königinnen nicht gegenseitig hilf- und würdelos vom Thron schubsen müssen, sondern gegenseitig ihre Größe bewundern und lächelnd schnurren und sich freuen, wenn auch die anderen ihrer Würde und ihrer Eigenmacht folgen. Das schafft Frieden. Jede hat ihr eigenes Reich. Unantastbar. Kein Mangel, keine Angst vor Revierverlust. Die Löwin spürt und ist Fülle auf allen Ebenen.

Diese Zeit erinnert uns daran, die Fülle in uns selbst zu zelebrieren, zu feiern, zu beleuchten. Uns wohlig auszustrecken in Dankbarkeit, Vertrauen und Genuss. Und – wenn es darauf ankommt – alle Sinne mit unserem Instinkt der Lebendigkeit zu verbinden und…kein großes Hin und Her… Tatsachen zu schaffen. Und dabei zu bleiben.

Und ganz ehrlich – dein Herz und dein Instinkt wissen ohnehin meist ganz schnell die Antwort. Der Kopf schafft manchmal etwas Verwirrung. Aber die Löwin folgt dem Leben. Der Freiheit. Der Würde.

Ich wünsche dir jetzt eine Zeit der Fülle und des Lichts. Mögen wir uns gegenseitig darin unterstützen und würdigen, die große, freie, wilde Frau und Königin zu spüren und zu leben, die wir in Wirklichkeit sind.

AHE.

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